Stand der Dinge


Der Gemeinderat wird in der Neuauflage der Bau- und Nutzungsordnung die reformierte und die katholische Kirche aus dem Katalog der geschützten Objekte herausnehmen. Die BNO kommt voraussichtlich 2020 vor das Stimmvolk. Die Kirchenpflege wartet das Resultat der Abstimmung ab, bis weitere Schritte für die Zukunft der reformierten Kirche in Turgi unternommen werden.

Die Bevölkerung verwirft die vom Gemeinderat vorgeschlagene Unterschutzstellung der reformierten und der katholischen Kirche Turgi


An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 21.02.2019 entschied das Turgemer Stimmvolk zwar für die neue Bau- und Nutzungsordnung (BNO), der geplante Denkmalschutz für die reformierte und die katholische Kirche wurde aber von der Bevölkerung verworfen. Nach einer langen und angeregten Diskussion wurde ein entsprechender Teilrückweisungsantrag mit 125 zu 45 Stimmen bei 10 Enthaltungen (69.4%) bei der reformierten und mit 121 zu 47 bei 12 Enthaltungen (67.2%) bei der katholischen Kirche deutlich gutgeheissen. Damit werden beide Kirchen voraussichtlich nicht in das Inventar von Gebäuden mit Substanzschutz aufgenommen.

 

Die reformierte Kirchenpflege freut sich sehr über dieses deutliche Resultat und bedankt sich bei allen Turgemer Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die den Argumenten gegen eine Unterschutzstellung gefolgt sind, für Ihre Unterstützung. Die Kirchenpflege bedankt sich auch bei den Befürworterinnen und Befürwortern der Unterschutzstellung für den offenen und fairen Dialog im Vorfeld der Abstimmung.

 

Toni Sirera, Kirchenpflegepräsident, meint zu diesem wegweisenden Entscheid: "Wir nehmen dieses klare Signal der Turgemerinnen und Turgemer entgegen und werden alles daran setzen - im Dialog mit dem Gemeinderat, den Kirchgemeindemitgliedern und den Bürgerinnen und Bürger von Turgi - die richtige Kirche für Turgi zu planen und umzusetzen. Dass wir für diesen Prozess nun die Handlungsfreiheit haben, um alle möglichen Varianten zu prüfen, ist ein grosses Geschenk."

 

Nun startet auf Seite der Kirchgemeinde der Planungs- und im Anschluss der kirchenpolitische Prozess. Christoph Zehnder, Leiter Ressort Liegenschaften sagt dazu: "Der Entscheid der politischen Gemeinde bedeutet nicht, dass wir nächste Woche ein Abbruchgesuch stellen und möglichst rasch die Bagger auffahren lassen. Die Kirchenpflege wird in den nächsten Wochen über den Planungsprozess beraten. Es ist jedoch heute schon klar, dass die endgültige Entscheidung zur Zukunft der Kirche Turgi an einer Kirchgemeindeversammlung im Rahmen einer Abstimmung vom Souverän gefällt wird."

Kirche bietet Raum


  • Um die Aktivitäten in und um die Kirche Turgi zu beleben und bedürfnisgerecht zu orientieren, wurde im November 2015 eine Zukunftswerkstatt veranstaltet.
  • Im April 2016 fand eine zweite Veranstaltung statt. Es wurden Gruppen gebildet um in verschiedenen Teilbereichen weiterzuarbeiten. Die verschiedensten Ideen sollten ausprobiert und auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden.
  • Jeder der Ideen hat konnte mitmachen.
  • Das Projekt wurde unterdessen beendet.

Bänke raus: In Turgi hat es Raum für Neues

Filmabende, Theaterproben, spezielle Gottesdienstformen - all das soll neu in der Kirche in Turgi Platz haben. Ohne die Bänke bietet der Kirchenraum ganz neue Möglichkeiten.